Bikram-Yoga: Sport-Challenge - Durchführung

30 Tage Bikram-Yoga

von Claudia Herold
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30 Tage lang jeden Tag 90-Minuten-Yoga in einem erhitzten Raum – das ist doch kein Problem, oder? GLAMOUR-Redakteurin Claudia Herold hat sich der Bikram-Yoga-Challenge gestellt. Ein Erfahrungsbericht.

30 Tage Bikram-Yoga: Woche 1 und 2

In der ersten Woche stehen die Organisation und die Fahrtwege zum Studio im Vordergrund. Jeden Abend packe ich meinen Rucksack nach einem genauen Plan: Yoga-Handtuch, Yoga-Hose, Top, Badelatschen, Wechselunterhose, Haargummi, Shampoo, Bürste, Plastikbeutel für die nassen Sachen und Duschhandtuch. Ich plane meine Eink?ufe, bereite das Essen morgens schon vor und bewahre es in Gl?sern im Kühlschrank auf. 

Aprops Essen: Eisen ist besonders wichtig für die Versorgung des K?rpers mit Sauerstoff – beim Hot Yoga sehr wichtig, sonst treten Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder gereizte Schleimh?ute auf. In meinen Grünkohl-Smoothie mixe ich daher eine Zitrone oder eine Orange. Das Obst enth?lt Vitamin C, das die Eisenaufnahme im K?rper verbessert. Auch die Spritzer Zitrone im eisenreichen Hummus aus Kichererbsen unterstützen das.

Auf die erste Geduldsprobe stellt mich ein Fahrradplatten, gerade als ich zur Yoga-Stunde radeln will. Au?erdem merke ich, dass ich neben den 90 Minuten Yoga mit Radfahren, Duschen und Umziehen insgesamt rund drei Stunden in die Challenge investiere, so dass ich unter der Woche erst um 22.30 zuhause bin. Meine allt?glichen Erledigungen verschiebe ich daher vom Feierabend in die Mittagspause. Meine Sportw?sche sammele ich in einem Korb auf dem Balkon und wasche sie zweimal pro Woche bei 30 Grad mit einem speziellen Sporttextilien-Waschmittel, das ist effektiver und umweltschonender.

Mittlerweile lerne ich weitere 30-Tage-Challenger aus dem Studio kennen. Durch Unterhaltungen im Umkleideraum erfahre ich nach und nach, welches Gesicht hinter welchem Namen steckt. Wir sind eine altersm??ig gut gemischte Gruppe, die  Beweggründe sind so verschieden wie wir alle. Mehr Sport, bessere Laune, ein besseres K?rpergefühl, Lust auf eine neue Yoga-Art, die Suche nach einer neuen Herausforderung - es gibt viele Gründe für eine 30-Tage-Bikram-Challenge und jeder einzelne ist gut.

Durchhaltetrick: Whatsapp-Gruppe

In einer Whatsapp-Gruppe namens "Bikram-Challenge-30" motivieren wir uns gegenseitig, durchzuhalten. Besonders wichtig wird das, wenn es um die erste Bikram-Stunde am Samstag um 9 Uhr geht – denn am Wochenende f?llt das Aufstehen besonders schwer. Für die meisten von uns bedeutet Arbeit Belastung - und Sport eben auch. Das Ganze ist aber eine Einstellungssache: Wenn wir uns aber darüber klar werden, dass wir mit Bewegung unserem K?rper etwas Gutes tun und beispielsweise Rückenschmerzen entgegenwirken, dann müssten wir jeden Tag mit einem L?cheln zum Sport gehen – so eben auch samstags. Aber Samstag wollen wir uns doch von der Arbeit ausruhen, oder? Genau hier liegt der Denkfehler: Yoga soll hier nicht nur unseren K?rper, sondern auch den Geist fit machen. Bewusstes Leben, bewusste Ern?hrung und bewusstes Yoga f?ngt im Kopf an. Daran erinnern wir uns gegenseitig in der Whatsapp-Gruppe mit Illustrationen, aufmunternde Worten und Bildern mit positiven Inhalten, wie Blumen, Landschaften, Wasser oder den Yogis selbst.

30 Tage Bikram-Yoga: Erster Tiefpunkt nach Woche 2 

Nach den ersten beiden Wochen kommt ein heftiges Tief. Warum? Das l?sst sich an mehreren Punkten festmachen. Mein K?rper ist nach 14 Tagen Belastung in jeglicher Hinsicht geschw?cht. Ich fühle mich schlapp und motivationslos. Besonders am Abend bin ich sehr müde, obwohl immer meine optimalen sieben Stunden Schlaf einhalte. Auch psychisch habe ich mit dem Zeitaufwand und der Organisation des Projekts "Yoga-Challenge" zu k?mpfen. Ich lasse Verabredungen ausfallen oder muss sie verschieben, weil ich nach meiner morgendlichen Yoga-Stunde selbst abends noch zu müde bin und natürlich auch nicht auf ein Bier weggehe. Bei Geburtstagsfeiern und anderen Feierlichkeiten ist die No-Alcohol-Regel quasi nicht umsetzbar, deshalb lasse ich die meisten Partys ausfallen. Ein hoher Preis, aber ich m?chte einfach keine Kompromisse eingehen. Die 30 Tage will ich durchhalten!

Durchhaltetrick: Mini-Pause

Nach der zweiten Woche habe ich meine absolute Tiefphase. Ich fühle mich sogar zum Essen zu müde und merke, dass ich Halsschmerzen bekomme und erk?ltet bin. Der Weg mit dem Rad bei der aufkommenden herbstlichen K?lte f?llt mir schwer. Ich sehe keinen anderen Ausweg, als auf meinen K?rper zu h?ren und eine zweit?gige Pause einzulegen. In dieser Zeit trinke ich noch mehr Wasser und Tee, ich entspanne meine Muskeln und meinen Geist in der Badewanne mit Zus?tzen wie basischem Salz, was bei Stress und zu viel Bewegung hilft, denn zuviel Sport kann Stresshormone freisetzen. Kiefernadelzus?tze helfen beim Durchatmen, denn richtiges Atmen baut Stress ab. Um mein Verdauungssystem zu schonen, trinke ich haupts?chlich Smoothies, damit mein K?rper sich mit der Heilung meiner Erk?ltung besch?ftigen kann. 

Ich tanke wieder neue Energie und setze meine Challenge fort. Die beiden ausgefallenen Stunden hole ich am darauffolgenden Wochenende durch Doppelstunden wieder herein. Mit meinem Schicksal bin ich nicht allein. Leider erk?lten sich auch andere Yogis und müssen zu Hause bleiben. Sie k?nnen die Challenge zum Teil nicht mehr fortsetzen. Das kann passieren und ist frustrierend – doch wie bei jedem anderen Sport muss man in solchen Momenten auf seinen K?rper h?ren und sich ausruhen, bis die Entzündung geheilt ist, um schlimmere Folgen wie Herz-Kreislaufsch?den zu vermeiden.

30 Tage Bikram-Yoga: Tiefpunkt in Woche 3 überwunden

Nach dem Tief fühle ich mich fitter als je zu vor. Das merke ich nicht nur an den übungen, die ich immer pr?ziser und tiefer ausführen kann. Auch beim Radfahren und bei allt?glichen Bewegungen spüre ich eine aufkommende Leichtigkeit und baue so mehr Bezug und Vertrauen zu meinem K?rper auf. Auch mein K?rper sieht bald anders aus – nicht dünner, sondern straffer und gesünder: Pro 90-Minuten-Bikram-Stunde verbraucht man zwischen 600 und 1.000 Kalorien (je nach pers?nlichem Einsatz bei den übungen und k?rperlichem Befinden). Den st?rkeren Bedarf und Aufbau von Muskelmasse kann man mit gezielten eiwei?haltigen Mahlzeiten innerhalb der ersten Stunde nach dem Yoga decken. Grunds?tzlich ist es wichtig, nicht zu viel vor der Yoga-Stunde zu essen. Damit mein K?rper nicht zu sehr auf die Verdauung konzentriert ist, esse ich ein bis zwei Stunden vor dem Training nichts mehr. 

Mein Haar wird durch das t?gliche duschen, waschen und f?hnen angegriffen. Mein Trick: Ich versuche, meine Haare m?glichst wenig zu k?mmen und behutsam mit dem Handtuch trocken zu rubbeln. W?hrend der Yoga-Praxis trage ich einen geflochtenen Zopf, der strukturschonend und praktisch für Positionen wie die "Rabbit-Pose" und "Savasana", bei denen der Hinterkopf auf den Boden liegt, ist. 

30 Tage Bikram-Yoga: Yoga-Glow 

In der vierten und letzten Woche der 30-Tage-Bikram-Challenge bemerken meine Kolleginnen nun besonders morgens nach der 7-Uhr-Bikram-Stunde meinen Yoga-Glow. Das ist ein Ph?nomen, das sich mit einigen Punkten umschreiben l?sst: gut gelauntes Gemüt, gl?nzende Augen, positive Einstellung zu vielen Dingen - als sei man verliebt. Das ist neben der Verbesserung der Yoga-Positionen und dem K?rpergefühl eine weitere tolle Nebenwirkung der Bikram-Praxis. Auch wenn ich bei den letzten Stunden bestimmt nicht mehr dieses Wahnsinns-Ich-fühle-mich-wie-neu-geboren-Gefühl habe, werde ich nun in den Asanas, die jede für sich eine kleine Herausforderung darstellen, immer pr?ziser. Und durch meine gewonnene mentale und k?rperliche St?rke traue ich mir nun immer mehr zu. Meine Konzentration verschiebt sich von der Hitzebew?ltigung auf die Ausführungen der einzelnen Schritte der Position. Ich werde jeden Tag ein klein wenig besser, was mich immer mehr motiviert. 

4 Wochen Bikram-Yoga - mein Fazit:

Yoga hei?t sich zu fokussieren, auf einen Punkt, einen Gedanken, auf eine Bewegung, auf sich selbst. Yoga hei?t aber auch, sich zu ?ffnen - in jeglicher Hinsicht. Wer irgendwann verstanden hat, wie das funktioniert, der kann seinen K?rper und Geist zu H?chstleistungen bringen. Dazu geh?rt allerdings Geduld. Diese haben wir leider in unserer heutigen Gesellschaft zu oft verlernt. Aber die regelm??ige Yoga-Praxis und der richtige Lehrer helfen einem.

Durch die Challenge bin ich nicht nur zu anderen Yogis im Studio offener, sondern auch mir selbst gegenüber. Ich traue mir in meiner Yoga-Praxis mehr zu und glaube mehr an mich. Diese positive Energie springt hoffentlich auch noch auf andere Bereiche meines Leben über. Ich bleibe positiv und würde mir wünschen, dass jeder einmal Hot-Yoga ausprobiert. Denn damit lassen sich nicht nur k?rperliche Grenzen überschreiten. Mittlerweile beginne ich den Tag am liebsten mit einer halben Stunde Yoga am Tag – bei mir zu Hause neben meinem Bett, mit dem Sonnengru? oder Positionen, die mir an dem Tag einfach gut tun.

Selbst nach der Challenge gehe ich w?chentlich zwei- bis dreimal zum Bikram-Yoga-Studio und praktiziere an zwei Abenden zuhause, weil das meinem K?rper ein gutes Gefühl gibt. Diese Stunden sind für mich die perfekte Kombination, um k?rperliche und geistige Energie aus dem Yoga zugewinnen. Natürlich bin ich nicht jede Woche so diszipliniert, aber wenn ich mal den positiven Sinn aus den Augen verliere, erinnert mich eine Stunde Yoga-Praxis wieder daran und ich finde in meinen geliebten Yoga-Flow zurück. Ob sich meine Challenge gelohnt hat? Auf jeden Fall!

Das sagt der Yoga-Lehrer zur Challenge: 6 wichtige Fragen vorab beantwortet - für alle, deren Ehrgeiz jetzt geweckt wurde!

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