Corona-Regeln für Friseure: Haare schneiden mit Mundschutz und Mindestabstand

Diese Regeln gelten w?hrend Corona für den Friseurbesuch

von Tanja Fox
Es ist so weit: Nach sechs Wochen Corona-Sperre dürfen Friseursalons am 4. Mai 2020 wieder ?ffnen und Kund*innen von ihren herausgewachsenen Ans?tzen, trockenen Spitzen und übergangsfrisuren erl?sen. Doch die Auflagen und Schutzstandards sind streng – und der Friseurbesuch wird ziemlich sicher nicht ganz so ausfallen, wie wir das bisher kannten. Die wichtigsten Regeln im überblick

Corona-Regeln: Muss beim Friseur der Mindestabstand eingehalten werden?

Grunds?tzlich gilt, genau wie in Superm?rkten, Apotheken und Drogerien, auch der Friseur muss gew?hrleisten, dass Kunden den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten k?nnen. Das bedeutet: Gegebenenfalls darf nur jeder zweite oder dritte Friseurstuhl besetzt, Bodenmarkierungen sollten angebracht und Wartebereiche abgesperrt werden. Weil das mit dem Mindestabstand beim Haareschneiden aber eher schwierig wird, darf w?hrend der Frisiert?tigkeiten – also waschen, schneiden, f?hnen – eine Ausnahme gemacht werden und die 1,5 Meter müssen nicht eingehalten werden. 

Wie wird in Corona-Zeiten ein Termin beim Friseur gemacht? 

Weil es aufgrund der Abstandsregelung ab 4. Mai 2020 keinen Wartebereich bei Friseur*innen mehr geben darf, sind sogenannte "Walk-in-Termine" nicht erlaubt. Hei?t also, einfach vorher beim Friseursalon durchklingeln und einen Termin ausmachen – und dann auch bitte nicht überpünktlich sein. Denn sonst muss man sich drau?en die Zeit vertreiben. 

Neue Corona-Regeln: Muss ich einen Mundschutz beim Friseur tragen? 

Ab sofort müssen Kund*innen und alle Mitarbeiter*innen im Friseursalon ohne Ausnahmen einen Mundschutz tragen. Friseur*innen sind aus hygienischen Gründen sogar dazu verpflichtet ihn nach jedem*jeder Kund*in zu wechseln. Der*die Friseur*in kann au?erdem im Rahmen des Hausrechts verlangen, dass sich Kund*innen beim Betreten des Salons die H?nde reinigen. Dafür muss der Friseursalon aber auch die M?glichkeit anbieten – also z.B. H?ndedesinfektionsmittelspender am Eingang anbringen. Au?erdem gehen Umh?nge für Kunden, entweder nach jedem Tragen direkt in die W?sche oder es wird direkt auf Einmalumh?nge umgestiegen. 

Hygiene-Ma?nahmen: Müssen Friseure die ganze Zeit Handschuhe tragen? 

Zwar sind Kund*innen nicht dazu verpflichtet Handschuhe zu tragen, dafür aber die Friseur*innen. Das gilt aber nicht die ganze Zeit, sondern nur bis zu dem Moment, wenn die Haare der Kund*innen mindestens eine Minute mit Shampoo gewaschen wurde. Danach dürfen die Handschuhe wieder ausgezogen werden. Der Grund dafür ist, dass Coronaviren, die sich m?glicherweise in den Haaren befinden, durch gründliches Waschen entfernt werden k?nnen. Somit wird eine m?gliche Ansteckungsgefahr für den*die Friseur*in minimiert.  

Corona-Regeln beim Friseur: Welche Dienstleistungen werden angeboten, was geht nicht mehr? 

Weil wegen der Coronaviren Haare vorm Schneiden oder Stylen gewaschen werden müssen, fallen bestimmte Dienstleistungen beim Friseur ab sofort etwas anders aus. Trockenhaarschnitte, wie sie oft bei M?nnern gemacht werden, müssen jetzt im nassen Zustand gemacht werden. Haaref?rben auf trockenem Haar geht nur dann, wenn vorher die Haare vom Friseur gewaschen und anschlie?end wieder trocken gef?hnt wurden. Da aber nicht jede Haarfarbe auf trockenem Haar aufgetragen werden muss, ist es auch nicht unbedingt n?tig, das bei allen Colorationen zu machen. Hochsteckfrisuren gibt es nur dann, wenn ebenfalls vorher die Haare im Friseursalon gewaschen und gef?hnt werden. Alle Behandlungen bei denen die H?nde sehr nah ans Gesicht kommen, also Augenbrauen und Wimpern f?rben oder den Bart trimmen, sind verboten. Letzteres w?re eh schwierig, weil der Mund-Nasen-Schutz sowieso im Weg w?re. 

Darf ich Zeitschriften beim Friseur lesen?  

Entspannt mit einer Tasse Kaffee und einem Magazin im Friseurstuhl sitzen, ist nicht erlaubt. Zwar gibt es bislang keine sicheren Erkenntnisse darüber, wie lange Coronaviren auf unterschiedlichen Oberfl?chen überleben k?nnen bzw. übertragen werden, aber ein Magazin, das durch mehrere H?nde am Tag geht, kann bei der aktuellen Lage nicht hygienisch sein. Also lieber sein eigenes Magazin oder ein Buch einpacken – und das bitte nicht irgendwo ablegen, wenn es z.B. zum Haarewaschen geht, sondern immer direkt in die Tasche damit. Bei Getr?nken ist es ein bisschen schwieriger, denn die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) empfiehlt auch Einwegflaschen oder To-Go-Becher vom B?cker nebenan nicht mit in den Salon zu nehmen bzw. dort zu konsumieren. Zwar ist das grunds?tzlich nicht verboten und auch eine Bewirtung im Friseursalon unter gewissen Umst?nden m?glich, aber Essen und Trinken bedeutet auch immer den Mund-Nasen-Schutz abnehmen zu müssen und dabei ist das Risiko einer Ansteckung erh?ht. Oder eben einfach danach zu Hause entspannt einen Kaffee trinken, w?hrend man die neue Frisur bewundert. 

Warum werden meine Daten ab sofort beim Friseur gespeichert?

Laut BGW sind Friseursalons ab 4. Mai 2020 dazu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Kund*innen in eine Liste einzutragen. Wer seine Daten, also Name und Telefonnummer, nicht dokumentiert haben m?chte, darf seinen Friseurtermin auch nicht wahrnehmen. Die Informationen sollen dazu dienen, dass bei m?glichen Corona-Erkrankungen die Infektionskette nachverfolgt werden kann und Kund*innen schnellstm?glich informiert werden. Da man aber bereits bei der Terminvergabe den Namen und meist auch Telefonnummer angibt, sollte das für die wenigsten Kund*innen ein Problem sein. 

Darf mein Friseur zu mir nach Hause kommen? 

Die BGW ist kein Fan von Hausbesuchen. Also wenn es geht, auf jeden Fall vermeiden. Ansonsten gelten dieselben Schutzstandards wie im Friseursalon. 

Preisanstieg: Wird der Friseurbesuch jetzt teurer?

Das l?sst sich pauschal nur schwer sagen. Doch J?rg Müller, der Hauptgesch?ftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, geht davon aus, dass sich die Preise den aktuellen Umst?nden anpassen werden. Denn durch die neuen Schutzstandards entstehen für Friseur*innen zus?tzliche Kosten und ein h?herer zeitlicher Aufwand, die eine Preiserh?hung der Dienstleistungen zur Folge haben k?nnen. Der Zentralverband rechnet mit durchschnittlich zwei Euro Preiserh?hung. Darüber entscheidet aber letztlich jeder Salon selbst.

Die wichtigsten Regeln für den Friseurbesuch auf einen Blick: 

  • Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten (au?er bei den Frisiert?tigkeiten – waschen, schneiden, f?hnen)
  • Mundschutz mitbringen und im Friseursalon zu jederzeit tragen
  • Termin telefonisch ausmachen und wer zu früh kommt, muss vor dem Friseursalon warten 
  • Zeitschriften selbst mitbringen, keine Getr?nke oder Snacks konsumieren 
  • keine Begleitpersonen – wenn nicht unbedingt n?tig. Ob Eltern beim Friseurbesuch ihrer Kinder im Salon sein dürfen, wird im Einzelfall entschieden, also vorher bitte Rücksprache mit dem*der Friseur*in halten.
  • Haare müssen grunds?tzlich vor dem Schneiden, F?rben und Stylen vom Friseur gewaschen werden 
  • keine Hausbesuche vom Friseur
  • Nies- und Hustenetikette einhalten 

Weitere Infos von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt es hier

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