Die besten Jobs für Reiseliebhaberinnen

4 Berufe für Frauen, die gerne unterwegs sind

von Saskia Reis
Reisen und Geld verdienen – geht das? Und ob! Lassen Sie sich inspirieren von unseren vier Expertinnen

Nicht alle sind für ein Leben im Büro am immergleichen Ort gemacht. Wenn Sie davon tr?umen, den Alltag mal hinter sich zu lassen und beruflich neue Wege an spannenden Orten zu finden, dann w?re einer dieser vier Traumberufe für Reiseliebhaberinnen vielleicht etwas für Sie. Lassen Sie sich inspirieren von einer Virtuellen Assistentin, einer Pilotin, einem Creative Content Creator und einer Reisek?chin

Traumjob Nr. 1: Virtuelle Assistentin

Vera Ruttkowski ist Virtuelle Assistentin (VA) und lebt seit fünf Jahren auf Teneriffa.

"Der Begriff Virtuelle Assistenz ist immer noch erkl?rungsbedürftig. Meist sage ich, dass ich wie eine Assistentin oder Sekret?rin arbeite – nicht im Büro, sondern unterwegs. Dabei hilft es, gleichzeitig mit 25 E-Mail-Accounts, fünf verschiedenen Projektmanagement-Tools, zehn Slack-Teams und hunderten Zugangsdaten zurecht zu kommen. Es ist schwierig, in dem Job mal eine Auszeit zu nehmen oder komplett abzuschalten. Gerade wenn man auch eigene Projekte hat, geht einem die Arbeit nie aus uns man muss sich selbst an sch?nen, exotischen Orten nahezu dazu zwingen, den Laptop mal zuzuklappen. Eigentlich wollte ich nur sechs Monate auf Teneriffa bleiben, eine Auszeit vom Job nehmen und wieder zurück ins normale Angestelltenverh?ltnis. Dann hatte ich aber wenig Lust, die Insel zu verlassen und habe mir als VA einen ortsunabh?ngigen Job geschaffen. Nachdem ich eine gewisse Stabilit?t und einen festen Kundenstamm aufgebaut hatte, bin ich mit meinem Job auf Reisen gegangen. Wie bei jeder Selbstst?ndigkeit dauert es natürlich, bis man davon leben kann. Es gab und gibt auch immer mal wieder Momente, in denen das Einkommen schwankt und man sich fragt, ob man eigentlich das Richtige macht. In der Anfangsphase habe ich zus?tzlich noch Nachhilfestunden gegeben und damit meine Grundkosten wie Miete gedeckt. Neben meiner Arbeit als VA habe ich mein eigenes Business fernarbeit.net – eine Job-Plattform für VAs, sowie einen Online-Kurs, in dem ich meine VA-Erfahrung weitergebe."

3 Top-Tipps von Vera für zukünftige Job-Nomadinnen:     

1. Reisen Sie nicht zu schnell. Wenn man arbeiten und reisen verbindet, hat man nicht viel Zeit zum Sightseeing. Planen Sie deswegen mehr Zeit an einem Ort ein, um auch neben der Arbeit etwas von dem Ort zu sehen 

2. Bevor Sie losreisen: Entwickeln Sie Stabilit?t in puncto Auftr?ge und Einkommen – auch in Ihrer Arbeitsweise 

3. Kommunizieren Sie klar und offen mit Ihren Kunden über Ihre Reisepl?ne

Traumjob Nr. 2: Pilotin

Als Pilotin ist die Schwedin Maria Pettersson über den Wolken und der ganzen Welt zu Hause.

"Ich liebe es, über den Wolken meinen Morgenkaffee zu trinken und mir dabei den Sonnenaufgang anzuschauen. Das gro?e Minus ist, um 03:15 Uhr morgens aufzustehen. Aber dafür wird man ja dann mit dem Sonnenaufgang belohnt. Ich glaube, Erfolg und Glück sind sich ?hnlich. Glück bedeutet für mich das Gefühl ins Bett zu gehen und sich auf morgen zu freuen. Die gr??te Herausforderung auf dem Weg zur Pilotin kam nicht w?hrend, sondern nach der Ausbildung. Ich hatte alle meine Lizenzen und bewarb mich für gefühlt hunderte von Flugjobs, ohne auch nur eine Rückmeldung zu bekommen. Natürlich hielt ich durch, bis ich es geschafft hatte. Durchhalteverm?gen ist der Schlüssel. Noch vor vier Uhr morgens fahre ich zum Flughafen. Sobald ich in den Crew-Briefing-R?umen bin, drucke ich mir die für den Tag n?tigen Materialien aus. Dann update ich meinen elektronischen Pilotenkoffer, in dem alle Charts, Handbücher und Karten gespeichert sind. Dann kommt der Kapit?n und wir gehen durch den Papierkram, das Wetter und etwaige Besonderheiten. Im Anschluss briefen wir die Crew und die Stewardessen, machen das Flugzeug abflugbereit und fliegen unsere Strecken für den Tag. Abends kehren wir immer zu unserer Basisstation zurück. Nebenbei bin ich auch Social Media-Influencerin. Angefangen hat es aus Spa?, ich hatte keine Ahnung, dass es sich zu etwas entwickeln k?nnte, mit dem man Geld verdient. Es gef?llt mir, meine Erfahrungen mit Bildern, Videos und Texten zu teilen. Mein Credo? Es klingt vielleicht wie ein Klischee, aber es ist einfach: Geben Sie nicht auf!"

3 Top-Tipps von Maria für zukünftige Job-Nomadinnen:     

1. Sie müssen wissen, was Sie wollen! Es gibt so viele Jobs in der Reiseindustrie: Reiseführerinnen, Stewardessen, Pilotinnen etc. 

2. Starten Sie Ihren eigenen Reiseblog und teilen Sie Ihre Reiseerfahrungen 

3. Ohne harte Arbeit und Engagement geht es nicht

Traumjob Nr. 3: Creative Content Creator

Bloggerin, Fotografin, Illustratorin, Videografin, Flummiweltmeisterin und Social-Media-Coach – es gibt viele Bezeichnungen für das, was Nina Hüpen-Bestendonk beruflich von so ziemlich überall aus tut. Ihre Homebase ist in Berlin.

"Reisen macht mich glücklich. Laut mitsingend in einem Auto mitten in Irland über einen Feldweg zu brettern, mit H?nden und Fü?en mit herzlichen Omis auf dem Markt in Italien schnacken, wundervolle Landschaften bestaunen und in versteckten Gassen Street-Art-Kunstwerke entdecken. Viele Menschen denken, ich sei die ganze Zeit nur im Urlaub. Doch die beruflichen Reisen zehren oft an den Kr?ften. Manchmal mache ich so viele Dinge an einem Tag, wie ein normaler Reisender nicht in einer Woche. Ich bekomme wenig Schlaf, erlebe alles nur im Schnelldurchlauf. Ich versuche inzwischen, immer eine gute Balance zwischen Job und Freizeit zu finden, denn meine Energie-Ressourcen sind mir sehr wichtig. Erfolg zeichnet sich für mich eher in kleinen Dingen ab: Einem netten Leser-Kommentar auf meinem Blog, einer E-Mail von einem zufriedenen Kunden oder wenn ich am anderen Ende der Welt einen Sonnenuntergang beobachten darf.? Die gr??te Hürde war wohl das erste Jahr meiner Selbstst?ndigkeit. Kunden-Akquise, die Ungewissheit, ob man n?chsten Monat die Miete zahlen kann und der ganze Papierkram. Die gr??te Hilfe dabei war für mich der Austausch mit anderen Bloggern und Kollegen – und dass ich relativ schnell mit einem Kunden einen Vertrag für ein ganzes Jahr unterschrieben habe. Meine Arbeitstage in meinem Büro zu Hause und auf Reisen unterscheiden sich sehr: Unterwegs findet meine Arbeit zu 90% weg vom Schreibtisch statt, zurück in Berlin ist es genau umgekehrt. Ich bin an beiden Orten routiniert in dem, was ich tue, folge aber keiner gesetzten Routine. Dazu ist mein Job zu vielseitig und jedes Projekt anders. Für meine Gesundheit versuche ich allerdings so gut es geht, mich an gesetzte Essens- und Schlafzeiten zu halten und regelm??ig Sport zu machen. Ein freundschaftlicher, pers?nlicher Umgang mit Kollegen und Kunden m?gen für einige ein No-Go sein, für mich ist es das Wichtigste. Die besten, langfristigen Projekte entstehen bei pers?nlichen Begegnungen und für mich ist es eine Errungenschaft, mit meinen Kunden über diese Projekte hinaus befreundet zu sein."

3 Top-Tipps von Nina für zukünftige Job-Nomadinnen: 

1. Arbeit ist immer Arbeit, egal wo auf der Welt man sie ausführt

2.Probieren Sie es erstmal mit kürzeren Zeitperioden aus, sammeln Sie einen Kundenstamm bevor Sie richtig loslegen

3. Nehmen Sie einen Dreifachstecker mit. Sie werden ihn brauchen

Traumjob Nr. 4: Reisek?chin 

Inés Riesco ist Reisek?chin und bricht von der Schweiz aus regelm??ig auf in die Welt, um Menschen satt und glücklich zu machen.

"Reisen ist für mich ein Update der Sinnesorgane. Es geht darum, Lebenserfahrungen auszutauschen mit Menschen, denen ich sonst nie begegnen würde. Ich liebe besondere D?ners und erlebe meine Inszenierungen als ein Eintauchen in eine andere Welt. Wenn die G?ste satt in Leib und Seele nach Hause gehen, lehne ich mich zufrieden zurück. Beim Reisen realisiere ich immer wieder, dass nicht alle Menschen Zugang zu guten Lebensmitteln haben, geschweige denn sich selbst ern?hren k?nnen. Diese Beobachtung verursacht in mir ein Gefühl der Ohnmacht. Erfolg ist für mich: schmatzende M?uler und leuchtende Augen. Hürden fruchten bei mir nicht. Ich bin geboren für die selbstst?ndige Arbeit und nehme auch gerne Risiken in Kauf. Ich habe mich ganz bewusst für Selbstverantwortung entschieden. So bleibe ich offen, realistisch und auch dankbar. Meinen ersten Beruf als Dekorgestalterin und Requisiteurin nehme ich immer mit, auch meine Zusatzausbildung in der Blumengestaltung. So sind viele Kulturanl?sse entstanden, in denen ich mit gro?er Begeisterung auf mehreren Ebenen gestalte. Meine Leidenschaft fürs Organisieren wird da auch voll und ganz ausgesch?pft. Diese Vielfalt und Abwechslung geh?rt auch zu mir und meinem Beruf als Reisek?chin. Mein Lieblingsort ist das Kalasha Valley in der Hindukuschregion im heutigen Pakistan. Die Menschen, die dort leben faszinieren mich. Ihre geografische Situation ist eine gro?e Herausforderung. Auch ihren Respekt füreinander und das Zusammenleben mit der Natur sch?tze ich sehr."

3 Top-Tipps von Inés für zukünftige Job-Nomadinnen:   

1. Nicht zu schnell bewegen 

2. Akzeptieren, dass man nicht alles verstehen kann 

3. Sich selbst treu bleiben

In unserer GLAMOUR #Girlboss-Serie finden Sie ab sofort regelm??ig Tipps zum Thema Karriere sowie Interviews mit inspirierenden Frauen. Der Name "Girlboss" ist angelehnt an das gleichnamige Buch von Sophia Amoruso, die gegen alle Widerst?nde mit "Nasty Gal" ihren eigenen Onlineshop gründete. Sie ist das Sinnbild für eine Frau, die ihr eigenes Ding macht und trotz aller Niederlagen immer wieder aufsteht. Hier geht es zu allen Folgen der Serie.

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