Vorurteile im Job

Wie mache ich als Jobeinsteiger klar, dass ich was draufhabe?

von Mario Mirschberger
Es gibt diese Killers?tze in der Arbeitswelt, mit denen ?ltere die Jungen ruhigstellen wollen. Wie man mit Vorurteile umgeht, wei? der 23-j?hrige Business Consultant Philipp Riederle.

Killersatz #1

"Ihnen fehlt aber noch einiges an Erfahrung."

So halten Sie dagegen:

"Ich habe echt viele Ideen. Oft hilft es ja, wenn jemand mal frischen Wind reinbringt."

Das zielt darauf ab, den Arbeitgebern vor Augen zu fu?hren, vor welchen Herausforderungen diese momentan stehen. Sie mu?ssen versuchen, diese neue Welt da drau?en zu verstehen. "Helfen Sie dabei", sagt Experte Riederle. "Jung, unverbraucht zu sein, anders zu denken, ist in der aktuellen Situation bei Arbeitgebern gefragter denn je. Was ich zum Teil in meinem Job als Unternehmensberater erlebe, ist skurril: Da machen 50-J?hrige Kreativit?ts- und Innovations-Workshops und Schulungen, um die junge Generation zu verstehen, obwohl sie selbst im Unternehmen Digital Natives sitzen haben und die einfach fragen k?nnten." Hei?t? Auch immer wieder das Wissen u?ber die digitale Welt einbringen. Aber eher beil?ufig, nicht von oben herab, denn oft schwingt bei den ?lteren eine gewisse Angst mit, den Anschluss zu verlieren oder gar ersetzt zu werden.

Killersatz #2

"Gegen die anderen k?nnen Sie sich eh nicht durchsetzen."

So halten Sie dagegen:

"Ich bin kompetent, das wird mir auch den n?tigen Respekt verschaffen."

Sich als junger Arbeitnehmer bei den Alteingesessenen durchzusetzen, ist eine der schwierigsten Aufgaben. Vor allem wenn man pl?tzlich ihr Team Leader oder Vorgesetzter ist. "Man muss ihnen beweisen, dass man dem Ganzen gewachsen ist", sagt Philipp Riederle. "Dabei kann und sollte man die Kollegen ruhig einbinden und um Hilfe bitten – aber erst wenn man u?ber das Projekt genau Bescheid wei? und alle Infos zur Hand hat." No-Go beim Thema Respekt verschaffen: Sich immer fu?r alles entschuldigen. Gerade am Anfang macht jeder mal etwas verkehrt, das muss nicht bis ins Detail kommentiert werden. Deshalb: Mails vorm Abschicken noch mal durchlesen und alle entschuldigenden W?rter streichen. Und wenn man mal Ruhe braucht, um sich so in Sachverhalte einzuarbeiten, dass man alle Zweifler verstummen l?sst: Arbeitsrhythmus verschieben und ganz fru?h kommen oder l?nger bleiben.

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Killersatz #3

"Diesem Druck sind Sie noch nicht gewachsen."

So halten Sie dagegen:

"Ich habe mir diesen Job wohl wissend ausgesucht – ich komme mit den Anforderungen klar."

Das sollte natu?rlich auch stimmen. Machen Sie sich immer klar, was auf Sie zukommt, tauschen Sie sich mit Leuten aus, die ?hnliche Aufgaben haben. Denn: "Gerade am Anfang eines Berufslebens mutet man sich oft zu viel zu", so Riederle. "Achten Sie auf sich und kl?ren rechtzeitig Grenzen, vor allem wenn der Arbeitgeber die Mehrarbeit und überstunden nicht wertsch?tzt und bezahlt." Wenn alles so weit stimmt und man die neue Aufgabe angeht, darf man natu?rlich trotzdem mal kurzzeitig u?berfordert sein. Das sollte man sich dann aber nicht anmerken lassen. Z. B. nicht rennen, um etwas zu holen, immer l?ssig gehen, bei Gespr?chen nicht nerv?s mit dem Fu? tippeln, immer Augenkontakt halten. Und wenn Sie etwas nicht wissen oder entscheiden k?nnen, Zeit gewinnen à la: Das habe ich gerade nicht parat, Sie haben die Info sp?testens in einer halben Stunde.

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