Microgreens anbauen: Indoor-Garten

Was sind Microgreens und warum erobern sie gerade unser Zuhause?

von Larissa Weiss
Sie sind winzig, gesund und optisch definitiv ein Hingucker: Das hat es mit dem Food- und Living-Trend Microgreens auf sich

Microgreens sind der Lifestyle-Trend der Stunde – zumindest, wenn es nach Pinterest geht. Denn bei der visuellen Suchmaschine sind die Suchanfragen für den Begriff "Microgreens drinnen anbauen" um 223 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Und auch sonst ploppen die Bl?ttchen immer wieder auf – egal, ob im Restaurant oder in unserem Instagram-Feed. Aber was macht Microgreens überhaupt aus und warum sind sie gerade so beliebt?

Was genau sind Microgreens? Eine Definition

Wie der Name bereits vermuten l?sst, handelt es sich bei Microgreens wortw?rtlich um Grünpflanzen in Miniaturgr??e. Gemeint sind damit Gemüsepflanzen, die direkt nachdem sie Keimbl?tter entwickelt haben, geerntet werden. Microgreens befinden sich in der Entwicklungsphase zwischen dem Sprossen- und Pflanzenstadium und sind nichts anderes als Keimlinge. Sie sind meist zwischen 2 und 7 cm gro?.

übrigens: Das winzige Grünzeug ist nicht mit herk?mmlichen Babygreens – wie etwa Spinat oder Rucola – zu verwechseln, da es kleiner und jünger ist. Und auch von Sprossengemüse – wie zum Beispiel Sojabohnen – grenzt es sich ab, da es erst sp?ter geerntet wird.

Beispiele für Microgreens

Es gibt jede Menge Arten von Microgreens. Die winzigen Bl?tter k?nnen von diversen Gemüse- und Kr?utersorten stammen, beispielsweise von Basilikum, Minze, Koriander, Kresse, Rauke, Grün- und Rotkohl, Radieschen oder Rüben. Auch mit Spinat- oder Rucolasamen lassen sich Microgreens anbauen – wichtig ist eben nur, dass sie zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden.

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Welche Vorteile haben Microgreens?

Die essbaren Pfl?nzchen bringen jede Menge Benefits mit sich – von der Ern?hrung bis hin zur Einrichtung. 

Sie haben (meist) Bio-Qualit?t: Wer Bio-Saatgut für den Anbau von Microgreens verwendet, kann sicherstellen, dass die Bl?ttchen qualitativ hochwertig sind und muss sich keine Sorgen bzgl. Pestizide, Gentechnik & Co. machen.   

Sie sind gesund: Microgreens stecken voller N?hrstoffe, wie etwa Vitamine, Eisen und Proteine. 

Sie nehmen wenig Platz ein: Das Grünzeug kann easy im eigenen Zuhause – etwa auf der Fensterbank oder in Form eines vertikalen Gartens an der Küchen- oder Wohnzimmerwand – angebaut werden. 

Sie sind nachhaltig: Lokaler geht's wohl kaum! Wer auf Microgreens setzt, hat langfristig frisches Grünzeug zu Hause und muss es nicht im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt kaufen. 

Sie pimpen optisch unser Food: Dank Microgreens wirkt jedes Gericht wie vom Sternekoch zubereitet – und wird dadurch auch um einiges instagramtauglicher. 

Sie hübschen unsere vier W?nde auf: Wer sonst nicht viele Pflanzen zu Hause hat, holt sich dank Microgreens ein bisschen Natur-Feeling in die eigene Wohnung. 

Sie sorgen für einen Frischekick: Als Topping verleihen die Keimlinge Gerichten etwas Frische und sind auch super für alle, die sonst nicht so gern Gemüse essen.

Microgreens mit Saatgut drinnen anbauen: So geht's

Microgreens bieten sich hervorragend für Urban Gardening an. Um die Pfl?nzchen selbst anzubauen braucht man nur die gewünschten Samen, einen geeigneten Beh?lter (etwa einen Eierkarton, Untertopf oder eine flache Schale) und Blumenerde. Einfach das Gef?? mit der Erde (nicht h?her als 2 cm) füllen, das Saatgut darüber streuen (dicht s?en) und im Anschluss das Ganze mit den H?nden etwas andrücken. Ohne Feuchtigkeit passiert hier natürlich nichts, zu viel Wasser ist allerdings auch nicht empfehlenswert – daher ist es ratsam, die Erde nur mit einem Wasserspray anzufeuchten und nicht zu gie?en. Danach sollte die Schale für die ersten drei Tage abgedeckt werden – entweder mit Frischhaltefolie (bei Lichtkeimern) oder Erde bzw. einem gleich gro?en Beh?lter (bei Dunkelkeimern). Wie oft Sie die Kleinen gie?en bzw. feucht machen sollen, ist immer unterschiedlich. Als Faustregel gilt: In der Anfangsphase lieber weniger, sp?ter mehr Feuchtigkeit spenden.

Kleiner Tipp: Microgreens ben?tigen Helligkeit und W?rme, sollten allerdings nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sein. So kann neben einer Fensterbank auch die Arbeitsplatte in der Küche oder der heimische Balkon ein geeigneter Ort für den Anbau sein. Nach etwa zwei Wochen k?nnen Sie die ersten Microgreens ernten und verzehren.

Indoor-Sets kaufen: Microgreens anbauen leicht gemacht

Wem die DIY-Variante etwas zu kompliziert ist und lieber professionelle Hilfe h?tte, kann mittlerweile nicht nur Microgreen-Anbau-Sets, sondern ganze vertikale G?rten kaufen. Diese drei Hersteller beispielsweise bieten Indoor-G?rten an:

Prêt à Pousser 

Das franz?sische Start-up verkauft Indoor-Kr?uterg?rten in zwei unterschiedlichen Gr??en – "Lilo" (rund 100 Euro) und "Modulo" (rund 150 Euro). Das Sortiment umfasst 40 verschiedene Pflanzensorten, die in Form von Kapseln "angebaut" werden k?nnen – von Basilikum und Schnittlauch bis hin zu Eichblattsalat und Blumen wie Stiefmütterchen ist alles dabei. Auf die erste Ernte darf man sich nach etwa einem Monat freuen, sobald die Pfl?nzchen ausgewachsen sind, k?nnen sie bis zu vier Monate lang geerntet werden. Danach muss man die kompostierbaren Kapseln durch neue ersetzen. Der Preis pro Kapsel startet bei rund 3 Euro.

Agrilution

Next-Level-Microgreens: Das Münchner Unternehmen setzt beim Vertical Farming auf sogenannte Plantcubes. Dabei handelt es sich um vollautomatisierte Gew?chsschr?nke, die in etwa so gro? wie ein kleiner Kühlschrank sind – für das eigene Zuhause oder den Gastro-Betrieb. Darin wachsen Microgreens, Salate & Co. in einem optimierten ?kosystem mit Saatmatten, kontrolliertem Licht, passender Temperatur und automatisierten Bew?sserung. Au?erdem ist der smarte Schrank mit Glastür auch ein richtiger Hingucker. Das hat allerdings auch seinen Preis: Ein Plantcube kostet rund 3.000 Euro. Die Saatmatten wiederum sind deutlich erschwinglicher – sie kosten zwischen knapp 4 und 5 Euro.

Grow-Grow Nut

Das Unternehmen, das 2019 mit dem "Hessischen Gründerpreis" ausgezeichnet wurde, stellt nach eigenen Angaben das erste zu 100 Prozent biologisch abbaubare Microgreen-Anzuchtset her. Und Upcycling wird bei Grow-Grow Nut tats?chlich gro?geschrieben, denn hier werden die n?hrstoffreichen Bio-Keimsaate in einer echten Kokosnussschale angebaut – somit ist auch jedes Set ein Unikat. Das Starterpaket, das eine Coconut-Bowl, drei Bio-Saat-Packungen, Kokoserde sowie Rezeptideen beinhaltet, kostet rund 15 Euro. Gut zu wissen: Pro verkauftes Set werden drei B?ume in armen Regionen – etwa Madagaskar, Indonesien oder Haiti – gepflanzt.

Ecocube 

Pflanzen im Holzwürfel – so lassen sich die niedlichen Ecocubes des ?sterreichischen Herstellers Feel Green in drei W?rtern beschreiben. In den fair produzierten und nachhaltigen Würfeln aus Erlenholz lassen sich Kr?uter, Blumen und sogar Weihnachtsb?ume und Zwergbananen (kein Scherz!) anbauen. Die meisten angebotenen Saaten haben Bio-Qualit?t und alle stammen aus Deutschland oder ?sterreich. Ein Cube inkl. Saatgut kostet rund 8 Euro.

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