Mein Leben als Single, Teil 52

Meine Freundinnen organisierten drei Blind Dates – welche M?nner kamen und welche nicht

von Kathi Killmann
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Unsere Autorin Kathi Killmann hat die 30 überschritten und ist pl?tzlich wieder Single. W?hrend ihre Freunde der Reihe nach Kinder kriegen, heiraten und aufs Land ziehen, sucht sie zwischen Datingportalen und Barbesuchen nach ihrem Deckel und stellt fest – so einfach ist das alles gar nicht mehr, aber Spa? macht es trotzdem! Sie nimmt uns mit auf ihre Suche nach dem Richtigen und berichtet w?chentlich von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen. Weiter geht's mit Folge 52: Drei Blind Dates hintereinander und ein No-Show

Drei M?nner, drei?ig Minuten Zeit und ich habe so ungef?hr dreihundert Vorstellungen davon, wie dieser Abend ablaufen k?nnte. Meine Freundinnen haben tats?chlich ernst gemacht und ein Casting anberaumt ( siehe Folge 051). Heute Abend soll ich die drei M?nner kennenlernen, die sie für mich gematcht, mit denen sie geschrieben und die sie irgendwie dazu gebracht haben, bei dieser Aktion mitzumachen. Meine Gemütslage schwankt zwischen überdrehter Albernheit, Anspannung, Abenteuerlust und Angst. Wie vor jedem normalen Date eigentlich auch. Nur, dass ich die Aufregung in diesem Fall mal drei nehmen und noch ein paar erschwerende Faktoren dazu addieren muss: Ich habe nicht die leiseste Vorstellung davon, wer da gleich kommen wird. Ich durfte weder Bilder sehen, noch die Nachrichten lesen. Keinen einzigen Hinweis auf Aussehen, Beruf, Alter, Interessen, Charakterzüge, Lebensstil usw. NICHTS. Absolute Ahnungslosigkeit bei mir, gro?e Vergnügtheit bei Sara und Maria.

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Blind Date No. 1: Bastian, 31, Architekt

… klopft an der Tür, ich rieche ihn, bevor ich ihn sehe. Eine Mischung aus Vanille-Duftbaum, Febreze-Raumspray und Moschus betritt Saras Wohnung. Dazu muss man wissen, dass ich eine kleine Geruchsidealistin bin. Diese sü?en Parfums, die ein bisschen in der Nase bei?en und bei mir sofort Kopfschmerzen verursachen, kann ich leider nicht ertragen. Und noch bevor ich Bastian begrü?en kann, muss ich an meinen Ex-Freund denken, der bei unserer ersten Begegnung auch in der falschen Parfumflasche gebadet hatte. Damals lie? sich das Problem mit einem dezenten Hinweis und einer kleinen Aufmerksamkeit meinerseits l?sen. Wie auch immer, jetzt also Bastian. Mit sicherem Abstand beobachte ich, wie er meine Freundinnen begrü?t und sich dann mir zuwendet. Auf den ersten Blick hat Bastian von allem ein bisschen zu viel: Parfum, Bart, Haargel, Goldrandbrille, Hemdkragen. Ich wei?, ich wei?, oberfl?chlich. Aber auch der zweite, dritte und vierte Eindruck führen mich schnell zu einem Gesamtbild meines ersten Blind Dates: Bastian redet ein bisschen zu laut und ein bisschen zu viel und tr?gt auch hier sehr gerne auf. Ich fürchte, da hilft auch kein neuer Duft.

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Blind Date No. 2: Daniel, 35 Jahre, Berufsschullehrer

… kommt nicht, er ist leider "krank". Stattdessen nutzen wir die Zeit und ich darf mir das Profil und die Nachrichten von Bastian anschauen, weil Sara und Maria es nicht fassen k?nnen, wie sehr sich Tinder-Bastian vom realen Bastian unterscheidet. ?Hallo ihr beiden, lustige Idee, wei? Kathi, dass ihr das hier macht?“, lese ich. Danach kommt eine kurze Vorstellung von ihm, er stellt Fragen zu mir und der Chat endet mit der Zusage zum Casting. ?Ja stimmt, klingt echt nett“, best?tige ich. Auf den Bildern sieht er auch gut aus. Aber das ist es eben, was mich an diesem Onlinedatingprinzip so st?rt, man kann es einfach nicht wissen.

Blind Date No. 3: Tobias, 29 Jahre alt, Informatiker

Bis Tobias klingelt, ist meine anf?ngliche Aufregung v?llig verflogen, zugegeben, ich bin auch nicht mehr ganz nüchtern. Jetzt steht da Tobias (gro?, schlaksig, zurückhaltend) mit einer Flasche Wein an der Tür und wartet darauf, dass Sara und Maria ihn hineinbitten. Er schüttelt mir zur Begrü?ung die Hand, verbeugt sich leicht und sagt ?angenehm“. Meine Mutter würde ihn lieben! Ich finde die Vorstellung ein bisschen lustig, dass im K?rper meines jüngsten Blind Dates ein alter Herr zu stecken scheint. Meine Freundinnen bieten ihm ein Bier an und geben sich alle Mühe, den sehr ernsthaften jungen Mann aus der Reserve zu locken. Keine Chance, Tobias bleibt h?flich distanziert. Bis zu dem Moment, als ihm die Pistazie, die er gerade aus der Schale geholt hat, aus der Hand f?llt und unter das Sofa rollt. Tobias schaut ihr hinterher und f?ngt sehr laut und ein bisschen schrill an, zu lachen: ?Hahaaaaaaa, ich bin so tollpatschig, haaaahaaaaa. Hahaaaaaaaaahaaaaaaaaahaaaaaaaa.“ – Er h?rt nicht auf. ?Hahhhahahahahahahahahahahahah“. Unser H?flichkeitsmitlachen wird immer leiser und wir tauschen fragende Blicke. ?Haaaahaaaaahaaa, so tollpatschig.

Was soll ich sagen? Das war auf jeden Fall eine intensive, leicht verst?rende aber im Nachhinein ziemlich lustige Erfahrung und ich bin sehr froh, dass ich diesen gro?artigen Date-Moment mit meinen Freundinnen teilen durfte. Und damit lauten meine Single-Erkenntnisse 052: Drei?ig Minuten reichen für einen ersten Eindruck, glaube keinem Tinder-Profil, zusammen macht es mehr Spa? und ganz gro?en Respekt an alle M?nner, die sich getraut haben!

P.S.: Am Ende habe ich mich für keinen der Kandidaten entschieden. Bastian hat es sportlich genommen: ?Du warst eh nicht mein Format.“ (Kleine Korrektur: Gro?en Respekt an alle M?nner, die sich getraut haben, au?er an Bastian).

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